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Heilungszeiten Piercing

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Heilungszeiten Piercing

Da die Wunde eines neuen Piercings vom eingesetzten Schmuck offen gehalten wird, bildet sich während der Heilungsphase von außen nach innen ein Hautschlauch entlang des Stichkanals, der den Schmuck umschließt. Dabei wird zunächst nach der Gerinnung eventueller Blutungen die Durchblutung im umliegenden Gewebe gefördert, was in der ersten bis zweiten Woche häufig zu Rötung, Schwellung und Erwärmung führt. Blutgerinnsel werden durch abgesonderte Wundflüssigkeit heraus gespült. Bei einer Infektion kann es zum Austreten von bakterienbekämpfenden Leukozyten (Eiter) kommen.

Die Dauer des Heilungsprozesses ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie Schmuckmaterial, Hygiene, Pflege und der durchstochenen Körperstelle sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand und Alkohol- oder Nikotinkonsum. Während gut durchblutete Schleimhäute und Intimpiercings mit regelmäßigem Kontakt zu Eigenurin vorteilhafter verheilen, gestaltet sich der Prozess bei Knorpelgewebe langwieriger, da Knorpel keine eigenen Blutgefäße besitzt, sondern von der darüber liegenden Knorpelhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird.

Einen Problemfaktor stellt die Reizung durch regelmäßige Bewegung oder Reibung dar, wonach sich zum Beispiel der Heilungsprozess eines Bauchnabelpiercings mit permanentem Kontakt zum Hosenbund oder ein Handweb zwischen den Fingern als besonders problematisch gestalten kann. Wird der Schmuck innerhalb der ersten Wochen nach dem Stechen gewechselt, kann der Heilprozess dadurch ebenfalls negativ beeinflusst werden und die Infektionsgefahr steigen.

 

Ampallang: etwa 3 bis 6 Monate         

Fourchette: etwa 4 bis 6 Wochen        

Lippe: etwa 4 bis 8 Wochen   

Prinz-Albert: etwa 4 bis 6 Wochen

Augenbraue: etwa 6 bis 8 Wochen      

Guiche: etwa 8 bis 12 Wochen

Lippenbändchen: etwa 1 bis 2 Wochen           

Pubic: etwa 8 Wochen

Bridge: etwa 8 bis 12 Wochen

Hafada: etwa 4 bis 8 Wochen 

Nabel: etwa 3 bis 6 Monate    

Septum: etwa 4 bis 8 Wochen

Brustwarze: etwa 2 bis 6 Monate        

Klitorisvorhaut: etwa 4 bis 6 Wochen  

Nasenflügel: etwa 6 bis 9 Wochen      

Triangle: etwa 4 bis 8 Wochen

Christina: etwa 8 Wochen       

Labia Majora: etwa 8 bis 12 Wochen 

Ohrknorpel: etwa 2 bis 6 Monate       

Vorhaut: etwa 4 bis 8 Wochen

Dydoe: etwa 3 bis 5 Monate   

Labia Minora: etwa 4 bis 6 Wochen   

Ohrläppchen: etwa 4 bis 8 Wochen    

Zunge: etwa 2 Wochen

 

Entfernung des Piercings in der Heilungsphase

Wird ein Piercing noch vor dem abgeschlossenen Heilungsprozess herausgenommen, verklebt der Stichkanal in der Regel zunächst und wächst anschließend schnell und vollständig wieder zusammen, so dass später kein Schmuck mehr eingesetzt werden kann. Ein vollständig abgeheilter Stichkanal bleibt dagegen üblicherweise erhalten, wodurch sich auch weiterhin Talgablagerungen darin bilden können. Häufig verengt er sich nach Entfernen des Schmucks und wächst an den Ein- und Ausstichstellen zusammen, wobei meist kleine punktförmige Narben entstehen.

 

(Quelle: Wikipedia.org)